Comeback fürs Auge: Brille mit Jalousien /Horizontalen Lamellen
Eigentlich als Faschings- oder Party Gag erfunden, erstaunt die Jalousienbrille doch durch eine gewisse Unverwüstlichkeit. Was in den 80er Jahren in schrillen Farben und Plastikausführung für Aufsehen sorgte, erlebt nun als stylisches Accessoire für Prominente Showstars in edler Metall-Optik ein Comeback. Einige dieser Miniatur-Jalousien fürs Auge sind sogar auf Knopfdruck im Winkel verstellbar, so dass sie der Lichteinfall je nach Sonnenstand reguliert werden kann. Außer einer gewissen Aufmerksamkeit, die man mit einer solchen Brille in der Öffentlichkeit erregt, kann man auch andere Vorteile nicht von der Hand weisen: durch das Nichtvorhandensein eines Brillenglases kann dieses auch nicht zerbrechen, ebenso entfällt das lästige Beschlagen der Brillengläser bei plötzlichen Temperaturunterschieden und bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen bleibt die Sicht durch die Sehschlitze erhalten, während man bei selbsttönenden Brillengläsern häufig für einen kurzen Moment an Sehschärfe verliert bis sich die Gläser auf die Lichtstärke eingestellt haben. So sieht man auch seine Umgebung in ihren natürlichen Farben und nicht mit einem Braun-, Blau-, Grün- oder Orange-Stich. Einzig die Gefahr, sich bei einem Sonnenbad mit einer Jalousienbrille ein Streifenmuster um die Augen zu holen, gibt es eigentlich keine ersichtlichen Nachteile, wobei dies auch nicht weniger lustig aussieht als die hellen Ränder, die eine normale Sonnenbrille auf dem Gesicht hinterlässt. Doch die eigentliche Überraschung kommt aus dem Sportbrillenbereich, wo man die Funktionsweise der Lamellen durch ein anderes Mittel straßentauglich gemacht hat. Zwischen den Doppelgläsern von Motorrad- oder Skibrillen wurden waagerechte flüssige Kristalle eingearbeitet, die noch schneller auf die Änderung der Lichtstrahlung reagieren können als die bisherigen photomechanischen Gläser. Binnen einer Zehntelsekunde verbreitern und drehen sich diese Kristalle, wenn ein Sonnenstrahl auf die Brille trifft und werden ebenso schnell wieder unsichtbar und schmal. Das Beste daran ist, dass der Träger selbst die Sonnenschutz-Funktion ein- und ausschalten kann. Dazu befindet sich an der Brille selbst ein kleiner Knopf, den man auch während der Fahrt problemlos bedienen kann und nicht mehr Geschicklichkeit erfordert als sich mal an der Nase zu kratzen oder den Schweiß von der Stirn zu wischen.


